Scharfschützen in Kretas Bergen
Spektakulärer Polizeieinsatz in "Drogendorf" auf Kreta.
Anarchische Zustände im gebirgigen Binnenland der Ferieninsel Kreta: Mutmaßliche Hanfbauern und -händler hielten sich in einem Dorf verschanzt und seit Tagen die Polizei in Schach - mit Waffengewalt.
Die griechischen Behörden sahen sich gezwungen, in einem ungewöhnlichen Großeinsatz gegen das rebellische Dorf vorzugehen.
Massiver Polizeieinsatz
Über 200 schwer bewaffnete Polizisten in kugelsicheren Westen umstellten am Mittwoch mit gepanzerten Geländewagen den als Hochburg des Hanfanbaus geltenden Ort Zoniana.
Das Dorf liegt im gebirgigen Hinterland der Touristenstadt Rethymnon in mehr als 600 Meter Höhe rund 43 Kilometer westlich der Hauptstadt Heraklion.
Polizist schwebt in Lebensgefahr
Am Montag hatten die Cannabisanbauer Drogenfahnder beschossen und so zum Rückzug gezwungen. Dabei wurden drei Beamte verletzt, einer von ihnen schwebte am Mittwoch noch in Lebensgefahr.
Die Ermittler durchsuchten mehrere Häuser und Wohnungen, wie das griechische Fernsehen berichtete. Gesucht werden Mitglieder von Drogenhändlerclans der Region.
Drogenverstecke in Gräbern
Bis zum Mittwochnachmittag wurden nach Medienberichten 23 Personen festgenommen. Spürhunde der Polizei entdeckten mehrere Kilo Haschisch. Sogar in Gräbern seien Drogen versteckt gewesen.
Bei Hausdurchsuchungen seien zudem Waffen und Munition sichergestellt worden, berichtete das staatliche Fernsehen (NET).
Clans und Sippen
Die Region in der Provinz Mylopotamos gilt als eine der rückständigsten der Mittelmeerinsel. Die Gesellschaft ist in Clans und Sippschaften organisiert, die sich immer wieder außerhalb des Gesetzes bewegen.
Der Besitz von Waffen ist nichts Ungewöhnliches und gilt als Zeichen der Männlichkeit. Immer wieder werden neue Cannabisplantagen entdeckt.
"Jahrelang ohne staatliche Kontrolle"
"Früher war diese Gegend für Viehdiebstähle und Überfälle auf Schnapsläden bekannt, jetzt hat sie es bis zum Drogenhandel gebracht", sagte Regierungssprecher Christos Markoyannakis im staatlichen Fernsehen.
"Das gesamte Gebiet war jahrelang ohne staatliche Kontrolle", sagte Innenminister Prokopis Pavlopoulos. Doch jetzt sollen Recht und Ordnung durchgesetzt werden.
Widerstand nichts Neues
Auf Kreta gibt es viele illegale Cannabispflanzungen. Versuche der Behörden, diese zu zerstören, stoßen aber regelmäßig auf den heftigen Widerstand von schwer bewaffneten Dorfbewohnern.
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2 Kommentare:
hab das auch in den nachrichten gelesen (so wie jedeR, der/die nachrichten liest...), weiß aber nicht, was geil sein soll an der story... da gehts nicht um kleine kiffer sondern um organisierten drogenanbau und -handel. das an sich wär mir ja egal, aber - hey mann - da schwebt ein mensch in lebensgefahr. das heißt, vielleicht stirbt der... mag schon sein dass das für die zeitung eine geile story is, so cool find ich das nicht.
nur weils was mit dem ach so coolen kiffen zu tun hat, machts das nicht besser,dass da (fast??) jemand stirbt.
aber interessant hab ichs schon auch gefunde, stimmt schon. hab v. a. nicht gewusst, dass kreta so einen großen hanfanbau hat. müssen wohl ordentlich schmieren, wenn das eh jedeR weiß und niemand bis jetzt nennenswert was unternommen hat...
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